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IPA-BGL auf Entdeckungsreise in Slowenien

Vier Tage voller Gastfreundschaft, Kultur und Gemeinschaft

Vier erlebnisreiche Tage verbrachten 25 Mitglieder und Freunde unserer Verbindungsstelle beim diesjährigen Ausflug nach Slowenien. Die Reise führte uns an einige der schönsten Orte des Landes und bot zugleich interessante Einblicke in die Arbeit der slowenischen Polizei.

Ein kleines Land mit großer Vielfalt

Slowenien zählt nur rund zwei Millionen Einwohner, vereint jedoch auf engem Raum alpine Bergwelten, mediterrane Küstenlandschaften, historische Städte und eine bemerkenswerte kulturelle Vielfalt. Die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die hervorragende Küche und die beeindruckende Natur machen den Besuch immer zu einem besonderen Erlebnis.

Teilnehmer des IPA-Ausflugs auf der Flugschanze von Planica Bereits die Anreise über die Tauernautobahn versprach beste Stimmung. Nach wenigen Kilometern wurde auf einem Rastplatz das traditionelle IPA-Sektfrühstück aufgebaut. Mit frischen Brezen, Salami-Stangerln und einem Gläschen Sekt sorgte die Reiseleitung dafür, dass die „Mannschaft“ schnell auf Betriebstemperatur kam.

Spätestens jetzt war klar: Diese Reise würde keine gewöhnliche Vereinsfahrt werden.

Fluggefühle in Planica

Erstes Ziel war das berühmte Nordic Zentrum Planica nahe der italienischen und österreichischen Grenze. Die moderne Anlage gilt als eines der bedeutendsten Wintersportzentren Europas. Besonders beeindruckend ist die gigantische Flugschanze, auf der bereits zahlreiche Weltrekorde im Skifliegen aufgestellt wurden.

Mit dem Sessellift ging es für die Teilnehmer hinauf zur Schanze. Oben angekommen bot sich ein atemberaubender Blick über das Tal und die umliegenden Julischen Alpen. Viele fühlten sich plötzlich wie die berühmten slowenischen Skispringer der Familie Prevc und überlegten kurz, ob sie nicht selbst einen Sprung wagen sollten. Zum Glück blieb es bei diesem Gedanken, denn die Heimreise wäre sonst möglicherweise etwas kürzer ausgefallen.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis führte die Reise weiter nach Bled. Im Hotel Savica wurden wir herzlich empfangen. Der freundliche Service, die komfortablen Zimmer und die ausgezeichnete Halbpension ließen keine Wünsche offen. So mancher Teilnehmer stellte fest, dass die slowenische Küche durchaus das Potenzial besitzt, jede Diät für einige Tage außer Kraft zu setzen.

Zu Gast bei der slowenischen Polizei

Der zweite Reisetag stand ganz im Zeichen der internationalen Polizeifreundschaft. In Ljubljana wurden wir von den slowenischen IPA-Kollegen Janko Sobak und dem IPA-Vizepräsident von Slowenien, Marjan Prah-Podborški, empfangen. In der Polizeiakademie wurde uns ein Einblick in die Ausbildung der slowenischen Polizeibeamten vermittelt. Vorgestellt wurden unter anderem die Ausbildungs-Bereiche Recht, Einsatztraining, Kriminalistik. Besonders interessant war der Vergleich mit den Ausbildungsstrukturen in Bayern.

Anschließend begrüßte Dr. Petja Mihelic die Gruppe im Polizeimuseum. Dort erfuhren wir spannendes über historische Kriminalfälle, berühmte Ermittlungen und die Entwicklung der Polizeiarbeit in Slowenien. Die Ausstellungen zeigten eindrucksvoll, dass Kriminelle schon vor hundert Jahren versuchten, der Polizei einen Schritt voraus zu sein – mit ähnlich überschaubarem Erfolg wie heute.

Vorstandschaft der IPA-BGL zusammen mit den slowenischen Kollegen beim Besuch der Polizeiakademie in Ljubljana (von links: Višji Policijski Inšpektor Janko Sobak, IPA-Sekretär Stefan Altmutter, IPA-Generalsekretär Helmut Sann, Ivanka Obermann, IPA-Finanzminister Harry Klotz, Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe, Dr. Petja Mihelic, Marjan Prah- Podborški IPA-Vizepräsident von Slowenien)
Im Bild: Vorstandschaft der IPA-BGL zusammen mit den slowenischen Kollegen beim Besuch der Polizeiakademie in Ljubljana (von links: Višji Policijski Inšpektor Janko Sobak, IPA-Sekretär Stefan Altmutter, IPA-Generalsekretär Helmut Sann, Ivanka Obermann, IPA-Finanzminister Harry Klotz, Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe, Dr. Petja Mihelic, Marjan Prah- Podborški IPA-Vizepräsident von Slowenien)

Nach dem Mittagessen in der Kantine der Polizeiakademie begann, unter Führung von Marjan Prah- Podborški, eine ausführliche Stadtführung durch Ljubljana. Die slowenische Hauptstadt mit ihren rund 300.000 Einwohnern zählt zu den schönsten Städten Europas und begeistert durch ihre entspannte Atmosphäre.
Vier Stunden lang führte Marjan die Gruppe durch die historische Altstadt. Angeschaut wurden unter anderem die berühmte Drachenbrücke, das Rathaus, der zentrale Preseren-Platz mit der Franziskanerkirche, die malerischen Uferpromenaden entlang der Ljubljanica sowie das slowenische Parlament. Ein weiterer Höhepunkt war die Burg von Ljubljana, die hoch über der Stadt thront und einen herrlichen Blick über die Dächer der Hauptstadt bietet.

Am Abend kehrten wir voller Eindrücke ins Hotel nach Bled zurück. Einhellige Meinung aller Reisenden: Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der slowenischen Polizeikollegen war überwältigend. Unser Verbindungsstellenleiter sprach dafür seinen besonderen Dank aus und lud die Kollegen spontan zu einem Gegenbesuch ins Berchtesgadener Land nach Ainring ein.

Naturerlebnis am Bohinj-See

Der dritte Tag führte unsere Gruppe in den Triglav-Nationalpark zum Bohinj-See, dem größten natürlichen See Sloweniens. Umgeben von den majestätischen Gipfeln der Julischen Alpen präsentierte sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite.
Bei einer gemütlichen Panorama-Bootsfahrt konnten alle Teilnehmer die unberührte Natur genießen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei das eingesetzte Schiff: Es verrichtete früher seinen Dienst auf dem Königssee im Berchtesgadener Land, bevor es nach Slowenien verkauft wurde. Einige unserer Teilnehmer meinten daher schmunzelnd, sie hätten sich für einen Moment fast wie zuhause gefühlt.

Der Tag endete mit einem weiteren Höhepunkt. Im traditionsreichen Haus von Slavko Avsenik, dem legendären Begründer der Oberkrainermusik, erlebte die Gruppe einen stimmungsvollen Musikabend. Mit schwungvollen Polkas, bekannten Melodien und regionalen Spezialitäten wurde bis spät in den Abend gefeiert. Wer dabei nicht zumindest einmal mit dem Fuß mitwippte, war vermutlich schon eingeschlafen.

Inselromantik auf dem Bleder See

Am letzten Reisetag stand das Wahrzeichen Sloweniens auf dem Programm: die Insel Blejski Otok im Bleder See. Mit dem traditionellen „Pletna“-Boot setzten wir zur kleinen Insel über.
Dort wurde die berühmte Kirche Maria Himmelfahrt besichtigt. Der Legende nach erfüllt sich ein Wunsch, wenn man die sogenannte Wunschglocke läutet. Ob tatsächlich alle Wünsche in Erfüllung gehen werden, wird die Zukunft zeigen. Das Läuten war jedenfalls weithin zu hören.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen trat wir die Heimfahrt nach Ainring an. Im Gepäck hatten alle Teilnehmer nicht nur zahlreiche Fotos und Erinnerungen, sondern auch die Erkenntnis, dass Slowenien weit mehr zu bieten hat als viele bisher vermuteten.
So waren sich am Ende alle einig: „Diese IPA-Reise war weit mehr als ein Ausflug. Sie war ein lebendiges Beispiel für internationale Freundschaft, gelebte Partnerschaft und die verbindende Kraft gemeinsamer Erlebnisse“. 

Kurz vor dem Ausstieg in Ainring bedankte sich unser, Reinhard Löwe, noch bei IPA-Generalsekretär, Helmut Sann, für hervorragende Organisation der Reise und bei IPA- Finanzminister, Harry Klotz, für die korrekte monetäre Abwicklung des Ausflugs. Auch an Philipp Enzinger, vom Bus-Unternehmen Enzinger aus Piding, richte der Verbindungsstellenleiter ein herzliches Dankeschön für die sichere Fahrt durch Österreich und Slowenien.

 

Internationale Freundschaft lebt vom Engagement vor Ort

IPA Berchtesgadener Land blickt auf ein aktives Vereinsjahr zurück

Eine beeindruckende Bilanz zog unsere Verbindungsstelle bei ihrer Jahreshauptversammlung am 24. April 2026 im Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) in Ainring. 50 Teilnehmer, darunter 33 stimmberechtigte Mitglieder, folgten der Einladung und unterstrichen damit die Lebendigkeit des Vereinslebens. Versammlungsleiter Wilhelm Prommersberger führte wie immer humorvoll und mit sicher Hand durch die Tagesordnung.

Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe begann seinen Bericht mit einem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr. „Es war alles andere als ruhig“, betonte er – und diese Einschätzung spiegelte sich in den Zahlen wider: 27 Veranstaltungen mit nahezu 800 Teilnehmern organisierte die Vorstandschaft im Jahr 2025.

Das Spektrum reichte von kulturellen und sportlichen Aktivitäten bis hin zu internationalen Begegnungen und Reisen. Auf die wichtigsten Ereignisse ging der Generalsekretär für organisatorische Angelegenheiten, Helmut Sann, näher ein.

Der Mitgliederstand entwickelte sich dabei stabil. Aktuell zählt die IPA-Verbindungsstelle 329 Mitglieder, acht Neueintritten standen drei Austritte und fünf Todesfälle gegenüber. Besonders würdevoll gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder, darunter auch dem ehemaligen Leiter des BPFI, Leitenden Polizeidirektor a. D. Georg Lex. Mit Kerzen und einer Schweigeminute wurde ihre Verbundenheit zur Gemeinschaft sichtbar gemacht.

Ein zentrales Anliegen der IPA bleibt die Förderung des internationalen Gedankens. So konnten im vergangenen Jahr unter anderem 25 Gäste aus den USA im Berchtesgadener Land begrüßt und betreut werden. Gleichzeitig organisierte die Verbindungsstelle Reisen ins europäische Ausland, etwa nach Ungarn und in diesem Jahr nach Slowenien. Damit wird der Leitspruch der IPA „Servo per Amikeco“ – Dienen durch Freundschaft – aktiv gelebt.

Neben den Veranstaltungen zeigte sich die Arbeit des Vorstands auch in zahlreichen organisatorischen und sozialen Aktivitäten: zehn Vorstandssitzungen, die Herausgabe der Vereinszeitschrift „Untersberg Rundblick“, die Pflege der Homepage sowie vielfältige Unterstützungsleistungen für Mitglieder, etwa bei der Wohnungssuche oder durch Hilfsaktionen für erkrankte Kolleginnen und Kollegen.

Schatzmeister Johannes Klotz konnte eine solide und transparente Finanzlage präsentieren. Die Kassenprüfer Ludwig Binder und Thomas Sann bestätigten eine einwandfreie und übersichtliche Buchführung. Sie bescheinigten dem Vorstand eine „hervorragende“ Arbeit, woraufhin die Entlastung einstimmig erfolgte.

Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 25, 40 und sogar 50 Jahre Treue zur IPA wurden mehrere Mitglieder ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen spiegeln nicht nur persönliche Verbundenheit, sondern auch die Kontinuität und Stabilität des Vereins wider. Zum Abschluss dankte Löwe allen, die einen Betrag zum Vereinslebens leisten.

Die IPA-Vorstandschaft mit den geehrten Mitgliedern v. links: Generalsekretär HelmutVersammlungsleiter Wilhelm Prommersberger mit den Frauen der Vorstandschaft

Besonders erwähnte er die Frauen der Vorstandschaft, die alle Veranstaltungen kreativ mitgestalten und so wesentlich zum Gelingen beitragen. Als Dank dafür wurde den Vorstandsdamen eine kleine Anerkennung überreicht.

Im Bild der Ehrung: Die IPA-Vorstandschaft mit den geehrten Mitgliedern v. links: Generalsekretär Helmut Sann, Sekretär Öffentlichkeitsarbeit Stefan Altmutter, Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe, Georg Wesper (25 Jahre), Elmar Raab (50 Jahre), Alfons Zehentner (40 Jahre), Ludwig Binder (25 Jahre) und Schatzmeister Johannes Klotz.
Im Bild des Dankes: Versammlungsleiter Wilhelm Prommersberger mit den Frauen der Vorstandschaft.

Mit Blick in die Zukunft zeigte sich Löwe optimistisch: „Wenn wir diesen Gemeinschaftsgeist bewahren, wird die IPA auch künftig ein wichtiger Bestandteil unseres kollegialen Miteinanders bleiben.“

Danach schloss Versammlungsleiter Wilhelm Prommersberger den offiziellen Teil mit einem klaren Signal:
Die IPA Berchtesgadener Land ist nicht nur organisatorisch gut aufgestellt, sondern vor allem ein lebendiges Netzwerk gelebter Freundschaft – lokal verwurzelt und international verbunden.

Närrisches Länderspiel auf der Stockbahn

Bayern schlägt Salzburg – danach tanzten alle gemeinsam

Wenn Polizisten plötzlich als Wikinger, Schornsteinfeger, Mexikaner, FBI-Agenten und mit schrillen Perücken auf der Asphaltbahn stehen, dann kann das nur eines bedeuten: Die Verbindungsstelle der International Police Association im Berchtesgadener Land (IPA-BGL) hatte wieder zum traditionellen Stockschießen am „Unsinnigen Donnerstag“ geladen. Austragungsort des sportlich-närrischen Kräftemessens war die Bahn des EC-Hofham in Freilassing.
Närrisches Länderspiel auf der Stockbahn, BGL schlägt Salzburg – danach tanzten alle gemeinsam
18 kostümierte Jecken folgten dem Ruf von IPA-Verbindungsstellenleiten, Reinhard Löwe, darunter auch eine Abordnung der IPA Salzburg unter der Führung ihres Obmanns Kurt Walker. Statt Blaulicht gab’s bunte Verkleidung, statt Funkgerät den Stock und statt Einsatzbefehl nur eine klare Anweisung: Trefft das Haserl, nicht den Nachbarn!

Gebildet wurden zwei Mannschaften: Bayern gegen Salzburg. Nach dem Wettkampf verlagerte sich das Geschehen ins Vereinsheim des EC-

Der sportliche Ehrgeiz war groß, der Humor noch größer. Nach einem harten, aber keineswegs verbissenen Kampf, konnte sich die „Bayerische Moarschaft“ hauchdünn durchsetzen – vermutlich, weil ihre Perücken aerodynamisch günstiger geschnitten waren.

Nach dem Wettkampf verlagerte sich das Geschehen ins Vereinsheim des EC-Hofham, wo der Sieg ausgiebig gefeiert wurde.

Für die musikalische Einsatzleitung sorgte Diskjockey Harry Klotz, der mit heißen Rhythmen dafür sorgte, dass die Stocksportler ein zweites Mal ins Schwitzen kamen – diesmal ohne Asphalt unter den Füßen, dafür mit Tanzfläche unter den Sohlen.

Bei Brotzeit und kühlen Getränken regenerierten sich die Kräfte der Beteiligten erstaunlich schnell. In gemütlicher Runde wurde gefachsimpelt, gelacht und die eine oder andere „kriminell schlechte Wurftechnik“ liebevoll analysiert.

Am Ende waren sich alle einig: Gewinner des Abends waren nicht nur die Bayern, sondern vor allem die Freundschaft zwischen den IPA-Mitgliedern beiderseits der Grenze.

Ein Abend, der bewies: Ordnungshüter können nicht nur Ordnung halten, sondern auch ordentlich feiern.

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